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Bullinger: Bekenntnis der Wissenschaftsministerin zur Angewandten Forschung bleibt halbherzig

Zusätzliche kooperative Promotionskollegs sind zu begrüßen – FDP-Forderung nach einem befristeten Promotionsrecht für das Zentrum für Angewandte Forschung BW-CAR nicht erfüllt

Zur Ankündigung der Wissenschaftsministerin, zehn neue kooperative Promotionskollegs von Universitäten im Verbund mit Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) einrichten zu wollen, sagte der wissenschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Friedrich Bullinger:

„Die FDP-Landtagsfraktion begrüßt, dass die Universitäten in Baden-Württemberg ihre Offenheit für Kooperationen mit den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) mit zehn neuen kooperativen Promotionskollegs beweisen. Dieser erfreuliche Umstand sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass dies nicht gleichbedeutend ist mit der FDP-Forderung nach einem befristeten Promotionsrecht für das Zentrum für Angewandte Forschung BW-CAR und die dort tätigen HAW-Professoren. Das BW-CAR hat aus unserer Sicht das Zeug, eine anspruchsvolle Qualitätsprüfung zu bestehen und dann selbst als Qualitätssiegel zu fungieren. Dabei hat der Landtag einstimmig mit einer entsprechenden Experimentierklausel im Landeshochschulgesetz die Brücke für einen neuen Weg im Bereich des Promotionsrechts gebaut und auf Initiative der FDP-Fraktion beschlossen, den Wissenschaftsrat mit der Qualitätssicherung zu beauftragen. Frau Bauer fehlt hierzu jedoch schlicht der Mut, und ihr Bekenntnis zur Angewandten Forschung an den HAW bleibt halbherzig. Die Wissenschaftsministerin sollte nicht die Potenziale missachten, die gerade im Bereich der Kooperationen von kleinen und mittelständischen Unternehmen mit den früheren Fachhochschulen bestehen, nur weil sie die Wähler der Grünen in den Unistädten vermutet. Die Promotionen spielen bei Vorhaben angewandter Forschung eine Schlüsselrolle. Das Zögern der Ministerin schadet deshalb dem Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorts Baden-Württemberg.“

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Mitteilung Nr. 369

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