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Bullinger: Musik ist hervorragende Wertanlage, in die es sich zu investieren lohnt

Bullinger

Grüne haben offenbar keinen Sinn für die musikalische Tradition, wie sie in zahlreichen Chören und Orchestern in unserem Land gepflegt wird – FDP-Fraktion tritt für den Erhalt unserer vielfältigen Musiklandschaft ein

Der kulturpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Friedrich Bullinger, kritisierte in einer Landtagsdebatte zum Thema ‚Musikland Baden-Württemberg‘ das mangelnde Verständnis der grün-roten Landesregierung für den hohen Stellenwert der Musik in Baden-Württemberg. Mit der von der Landesregierung favorisierten verpflichtenden Ganztagsschule sieht Dr. Bullinger die Gefahr eines Einheitsangebots: „Gerade im Bereich der Musik könnte ein Einheitsangebot an den Schulen einen großen Verlust an Vielfalt und Qualität nach sich ziehen. Die FDP-Fraktion befürwortet dagegen eine offene Form von Ganztagsschulen mit freiwilligen Nachmittagsangeboten, sodass die Schulen in das gesellschaftliche Umfeld von Vereinen und anderen Institutionen eingebunden werden können.“

Bullinger verwies darauf, dass Grün-Rot bereits schon einmal in einer entscheidenden kulturpolitischen Frage falsch lag. „Obwohl dies wirtschaftlich völlig unbegründet war, wollte die Landesregierung zwei von fünf Musikhochschulen faktisch den Garaus machen. Nicht zuletzt weil die Stärke der baden-württembergischen Musikhochschulen in ihrer Dezentralität liegt, hatte sich die FDP-Fraktion dafür eingesetzt, alle fünf Standorte zu erhalten. Zwar kehrte die Landesregierung nach einigen Irrungen zum FDP-Vorschlag zurück, aber dem exzellenten Ruf unserer Musikhochschulen hat dieses unselige Hin und Her alles andere als genützt.“

Bullinger resümierte: „Möglicherweise war der Angriff der Grünen auf unsere Musiklandschaft kein Zufall. Offenbar haben die Grünen keinen Sinn für die musikalische Tradition, wie sie in zahlreichen Chören und Orchestern in unserem Land gepflegt wird. Zwar hat auch die Amateurmusik eine Zuschusserhöhung erfahren, aber angesichts von rund drei Milliarden Euro Steuermehreinnahmen wäre alles andere auch verwunderlich gewesen. Der Versuch, nun einfach das Füllhorn zu öffnen und alle offenen Baustellen mit Geld zuzuschütten, greift aber zu kurz. Ohne die vielen ehrenamtlichen Musikerinnen und Musiker sowie die Förderer aus der Wirtschaft wäre unser vielfältiges baden-württembergisches Musikland nicht denkbar. Wir Freien Demokraten halten die Musik für eine hervorragende Wertanlage, in die es sich weiterhin zu investieren lohnt.“

 

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Mitteilung Nr. 450

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