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Bullinger: Wer für die Abschaffung der Jagdsteuer ist, hat die Zeichen der Zeit verstanden

Aufkommen der Jagdsteuer betrug im Jahr 2014 landesweit noch 289.000 Euro

In einer Landtagsdebatte über das Gesetz zur Abschaffung der Jagdsteuer sagte der agrar- und jagdpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Friedrich Bullinger:

„Die Argumente zur Abschaffung der Jagdsteuer — ein Auslaufmodell und Relikt aus dem 18. Jahrhundert, als man noch eine Wildbretsteuer erhob — wurden sowohl bei der ersten Lesung hier im Haus als auch in den zuständigen Ausschüssen ausführlich beraten. Sie konnten sich dort bedauerlicherweise unseren schlüssigen Argumenten nicht nähern. In Bayern wurde die Jagdsteuer im Jahr 1980 abgeschafft, in Brandenburg 2005, in Mecklenburg-Vorpommern 2005 und in Nordrhein- Westfalen im Jahr 2013. Dass die rot-grüne Landesregierung in NRW und die baden-württembergische grün-rote Landesregierung die Jäger als Störenfriede ansehen und möglichst das ehrenamtliche Engagement und die Freude an der Jagd vergrämen möchten, offenbart ein gestörtes Verhältnis zur Hege und Pflege und ein großes Misstrauen gegenüber der Jägerschaft.

Nach Angaben der Landesregierung betrug das Aufkommen der Jagdsteuer 2014 landesweit gerade mal noch 289.000 Euro. Nur noch drei Landkreise erheben diese Bagatellsteuer, in diesem Jahr wird dieser Betrag noch fast halbiert. Der Bund der Steuerzahler beklagt zu Recht, dass das Steueraufkommen und der Verwaltungsaufwand in keinem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen.

 

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Mitteilung Nr. 619

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