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Goll: SPD-Vorschlag zur Gewalt beim Fußball schafft mehr Probleme als er löst

Ulrich Goll

Die Vereine sind gefordert, konsequenter gegen Gewalt und Pyrotechnik vorzugehen

Anlässlich der Beratung eines Gesetzentwurfes der SPD zur Kostenbeteiligung von Vereinen an Polizeieinsätzen sagte der innenpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Prof. Dr. Ulrich Goll:

„Die SPD will offensichtlich Innenminister Strobl vorführen, der mit seinem Fußballgipfel zwar Schlagzeilen machen konnte, schlussendlich aber nichts erreicht hat.

Wenn man sich den Gesetzentwurf der SPD anschaut, sieht man aber, dass auch die Lösung der SPD nicht überzeugen kann. Die Regeln sind so allgemein gefasst, dass es längst nicht nur um Fußball geht. So würde es bei der Frage, wann eine Veranstaltung gewinnorientiert ist, zu Abgrenzungsproblemen kommen. Obwohl mit dem Gesetzentwurf gegen zunehmende Gewalt vorgegangen werden soll, werden Gewalttäter nicht als Kostenverursacher in den Blick genommen.  Schlussendlich könnte der SPD-Vorschlag so dazu führen, dass gewalttätige Störer lernen, sie müssen unliebsame Veranstaltungen nur oft genug massiv stören, damit die Veranstalter angesichts der Gebührenforderung auf die Durchführung weiterer Veranstaltungen verzichten.

Der Gewalt bei Fußballspielen muss man anders begegnen. Die Vereine müssen die Zuschauer genauer auf Pyrotechnik kontrollieren. Gewalttätigen Fans muss von den Vereinen die rote Karte gezeigt werden. Sie dürfen wegen ihrer Vereinstreue nicht mit Samthandschuhen angefasst werden“

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Mitteilung Nr. 35/10/2017

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