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Kern: FDP legt beim Ausbau der Inklusion großen Wert auf Qualität

Unterstützung für verbesserte Möglichkeiten der Schulwahl - Unausgegorenes Konzept der Landesregierung birgt jedoch Gefahr des Ausblutens der Sonderschulen

Der bildungspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Timm Kern, sagte zu den Vorschlägen der grün-roten Landesregierung zur Inklusion an den Schulen:

„Die FDP-Fraktion unterstützt die Bemühungen, die Möglichkeiten der Eltern von Kindern mit Behinderungen hinsichtlich der Schulwahl zu verbessern. Die Sonderschulpflicht abzuschaffen, ist in diesem Sinne konsequent und entspricht auch den Empfehlungen des Expertenrats der seinerzeitigen christlich-liberalen Landesregierung. Wir Liberalen legen beim Ausbau der Inklusion großen Wert darauf, dass die Qualität der Unterrichts- und Förderangebote für die Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen auf einem hohen Niveau bleibt. Deshalb sind wir erleichtert, dass sich die Sonderschulgegner bei den Grünen nicht mit ihrer Forderung nach Abschaffung der Sonderschulen durchgesetzt haben. Die Sonderschulen haben eine große Expertise bei der Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen erworben, und wir halten es daher für zielführend, sie zu Bildungs- und Beratungszentren auszubauen. Allerdings besteht durch das reichlich unausgegorene Konzept der grün-roten Landesregierung die Gefahr, dass die Sonderschulen ausbluten. Der Automatismus, dass Lehrkräfte von Sonderschulen an die allgemeine Schule versetzt werden sollen, wenn sie mit mehr als der Hälfte ihres Deputats dort arbeiten, atmet zudem bürokratischen Geist. Konsequent wäre es, dass alle Schulen die Möglichkeit erhalten, Inklusionsangebote zu machen und hierzu mit den Sonderschulen zu kooperieren. Ein Finanzierungsmodell nach dem Prinzip ‚Ressource folgt Schüler‘, wie es die FDP bereits seit einigen Jahren fordert, wäre eine tragfähige Grundlage für vielfältige und qualitativ hochwertige Inklusionsangebote vor Ort.“

 

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Mitteilung Nr. 49

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