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Kern: Gesellschaftswissenschaften nicht weiter diskriminieren

Timm Kern

Schülervertreter machen sich Sorgen um die Qualität des Bildungssystems insgesamt

Zur Kritik an der geplanten Oberstufenreform und zur Vorstellung eines Grundsatzprogramms durch den Landesschülerbeirat sagte der bildungspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Timm Kern:

„So sehr der Zugewinn an Wahlfreiheit in der zukünftigen gymnasialen Oberstufe zu begrüßen ist:  Mit ihrer Kritik an der Diskriminierung der Gesellschaftswissenschaften trifft der Landesschülerbeirat aus Sicht der FDP-Fraktion ins Schwarze. Hier sollte die Kultusministerin dringend nachbessern und zulassen, dass zukünftig nicht nur zwei Sprachen oder zwei Naturwissenschaften, sondern auch zwei der Fächer Geschichte, Gemeinschaftskunde, Wirtschaft und Geographie als fünfstündige Leistungsfächer gewählt werden können.“

Laut Kern solle es der Kultusministerin außerdem zu denken geben, dass die Schülervertreter sich über die Studierfähigkeit von Abiturienten hinaus große Sorgen um die Qualität des Bildungssystems insgesamt machen. „Mit ihrem Appell, dass sich Bildungspolitik auf die Sicherstellung eines fachlich fundierten Unterrichts konzentrieren sollte, sprechen die Schüler der FDP-Fraktion aus der Seele. Dass der Landesschülerbeirat unter Berufung auf den Schulfriedensgedanken von Reformeifer abrät, zeugt von einer Reife, die man nicht jedem Bildungspolitiker bescheinigen kann. Umgekehrt mahnen uns die Schüler zu Recht, dass jeder Schüler gleich viel wert ist. Über die schulische Laufbahn solle nach Meinung der Schüler selbst nicht der Einfluss der Eltern, sondern die Leistung der Schüler entscheiden. Dass in diesem Zusammenhang Kritik an der mittlerweile unverbindlichen Grundschulempfehlung geübt wurde, ist nur folgerichtig“, so Kern abschließend.

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Mitteilung Nr. 29/10/2017

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