Wahlkreise

Der Landtag von Baden-Württemberg besteht aus mindestens 120 Mitgliedern (in der aktuellen Zusammensetzung hat der Landtag 138 Mitglieder). Diese 120 Sitze werden landesweit im Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren auf alle Parteien verteilt, die mindestens 5 Prozent der Stimmen erreicht haben.

Die Aufstellung der Kandidaten im baden-württembergischen Wahlverfahren wird dezentral organisiert – in jedem der 70 Wahlkreise wird vor Ort entschieden, wer kandidiert. Dies führt dazu, dass die Landesvorstände bzw. Landesparteitage der Parteien wenig Einfluss auf die Aufstellung der Kandidaten nehmen können.

70 Mandate werden als Direktmandate in den 70 Wahlkreisen nach relativer Mehrheitswahl vergeben.

Stehen einer Partei in einem Regierungsbezirk mehr Sitze zu, als sie hier Direktmandate erreicht hat, werden die weiteren Sitze der Partei innerhalb des Regierungsbezirks an unterlegene Wahlkreisbewerber zugeteilt – und zwar in der Reihenfolge ihrer relativen Stimmenanteile an den Stimmenzahlen. Diese Mandate werden Zweitmandate genannt. Im früheren System, bis zur Landtagswahl 2006 war die absolute Stimmenzahl im Wahlkreis ausschlaggebend.

Für den Fall, dass eine Partei in einem Regierungsbezirk mehr Direktmandate erlangt, als ihr hier zustehen, wird wie folgt verfahren: Die Partei behält ihre Sitze als Überhangmandate, es wird aber die Zahl der Sitze in diesem Regierungsbezirk so erhöht, dass die Sitzverteilung dem Verhältnis der erreichten Stimmenzahlen wieder entspricht (Ausgleichssitze für die anderen Parteien)

 

Hier eine Übersicht über die 70 Wahlkreise in Baden-Württemberg und die Heimat unserer Abgeordneten:
(2016)