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Ein Umsatzeinbruch von -46 Prozent im Hotel- und Gaststättengewerbe im September 2020. 126.000 Betriebe mit Kurzarbeitanzeige seit März dieses Jahres. Und 89 Prozent der Maschinenbauunternehmen erwarten für 2020 einen rückläufigen Umsatz. All diese Zahlen zeigen ein eindeutiges Bild: Der Corona-Virus hat Baden-Württemberg und insbesondere seine mittelständischen Unternehmen in eine tiefe Wirtschaftskrise gezwungen.

Wie kommen wir da wieder raus? Wie muss eine Wirtschaftspolitik nach Corona aussehen? Wie können wir Corona-Krise und Strukturwandel vereinen?

  • Peer-Michael Dick

    Hauptgeschäftsführer Südwestmetall

  • Roman Zitzelsberger

    IG Metall Bezirksleiter Baden-Württemberg

  • Christian Rauch

    Vorsitzender der Geschäftsführung, Bundeagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg Württemberg

  • Prof. Dr. Erik Schweickert

    mittelstandspolitischer Sprecher der FDP/DVP-Fraktion

  • MODERATION

    Roland Muschel, Leiter des Stuttgarter Büros der Südwest Presse

Weitergehende Impulse von Christian Rauch, Regionaldirektion BW der Bundesagentur für Arbeit, zum Foyer Liberal Mittelstand hier zum Download: Präsentation zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt

Schweickert: Zielgerichtete Wirtschaftspolitik ist Schlüssel für ein Herauskommen aus der Corona-Krise

Online-Veranstaltung der FDP/DVP-Fraktion zeigt Wege aus der Corona-Wirtschaftskrise auf

Prof. Dr. Erik Schweickert, mittelstandspolitischer Sprecher der FDP/DVP-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, fasst die Ergebnisse der Online-Veranstaltung „Foyer Liberal Mittelstand“ vom 9. Dezember 2020 folgendermaßen zusammen:

„Die Diskussion war kontrovers und hat vielfältige Ideen hervorgebracht. Eines ist dabei aber sehr deutlich geworden: Ein Ende der Wirtschaftskrise wird nur mit einer zielgerichteten Wirtschaftspolitik gelingen! Jetzt ist die Zeit für kluge Ideen und neue Vorschläge. Daher brauchen wir mehr Kompetenz in Wirtschaftsfragen und eine Landesregierung mit frischen Konzepten!“

Unter dem Motto „Wirtschaftspolitik nach Corona: Was ist jetzt zu tun?“ diskutierten unter der Moderation von Roland Muschel, Leiter des Stuttgarter Büros der Südwest Presse, Vertreter von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und der Arbeitsagentur Lösungen für ein Herauskommen aus der Corona-Krise auf.

Christian Rauch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundeagentur für Arbeit, betonte in der Diskussion das Ausmaß und die Tiefe der gegenwärtigen Wirtschaftskrise. Diese gehe quer durch alle Bereiche der Wirtschaft. In der Spitze im April und Mai 2020 gab es so beispielsweise ca. 1 Million Personen in Kurzarbeit in Baden-Württemberg – das ist mehr als das Dreifache im Vergleich zum Höhepunkt während der Finanzkrise 2008/2009.

Peer-Michael Dick, Hauptgeschäftsführer von Südwestmetall, forderte angesichts der enormen Belastungen für die Wirtschaft und den Staat auch eine Diskussion darüber, ob auch Entlastungen der Unternehmen möglich und alle Gesetzesvorhaben wirklich notwendig sind. Es sollten nicht nur Hilfen verteilt werden, sondern auch Ausgaben gesenkt und neue Belastungen vermieden werden – sowohl für den Staat als auch bei den Unternehmen.

Roman Zitzelsberger, Bezirksleiter Baden-Württemberg der IG Metall, strich die Bedeutung der Automobilwirtschaft für Baden-Württemberg hervor. An dieser hängen unmittelbar 470.000 Arbeitsplätze – vom Automobilhersteller selbst über den Zulieferer bis hin zum Kfz-Händler. Ihre Bedeutung reiche aber deutlich weiter bis hin zum Bäcker oder lokalen Einzelhandel. Daher gelte es, diese Arbeitsplätze zu sichern und die Politik dürfe sie nicht mit einer unsachgemäßen Regulatorik im Bereich CO2-Emissionen gefährden.