Nur Überbrückungskredite werden dem Hilfebedarf nicht gerecht.


Zu Informationen zum aktuellen Stand der Corona-Finanzhilfen anlässlich einer Finanzausschusssitzung erklären der finanzpolitische Sprecher, Stephen Brauer, und der haushaltspolitische Sprecher, Rudi Fischer:

Brauer: „Nachdem wir nun einen Kassensturz haben, fordern wir die Ausweitung der Soforthilfen für Mittelständler mit mehr 50 Arbeitnehmern. Wir haben die Mittel, zumal der Bund bei der Förderung der kleinen Unternehmen bis 10 Mitarbeiter nun die Länder entlastet.“

Fischer: „Wir brauchen für den Mittelstand in Baden-Württemberg mehr als Überbrückungsmittel. Reine Liquiditätshilfen verschieben das Problem nur in die Zukunft. Die Möglichkeiten im Haushalt sind dafür vorhanden.“

 

Zur heutigen zweiten Lesung des Finanzhaushalts im Landtag erklären der finanzpolitische Sprecher, Stephen Brauer, und der haushaltspolitische Sprecher,Rudi Fischer:

Brauer: „Leider verpasst die Koalition die Chance, einen Haushalt für die Zukunft aufzustellen. Die letzte Steuerschätzung sowie die Strafzahlungen der Automobilindustrie versetzen die Koalition in einen weiteren Ausgabenrausch. Dafür gibt es keine Senkung der Grunderwerbsteuer, um Familien beim Erwerb von Wohneigentum zu entlasten. Außerdem fehlte die Schuldentilgung vonseiten der Koalition, erst unser Druck bei der Schuldenbremse hat zu einer geringen Schuldentilgung geführt. Stattdessen wird nochmal mit der Gießkanne Geld verteilt und in den nächsten Jahren wird man über diese verpasste Chance, wirklich für schlechtere Zeiten vorzusorgen, klagen.“

Fischer: „Nochmal fast 300 Mehrstellen in den Beratungen, mehr als 11.000 seit Beginn von Grün-Schwarz. Diese werden den Haushalt für Jahrzehnte belasten. Wir vermissen auch jegliche Aufgabenkritik. Im Gegenteil, diese Koalition will am liebsten hinter jedes Problem einen Landesbeamten stellen. Damit ist sie blind gegenüber den abzusehenden Entwicklungen, die uns absehbar weniger Steuereinnahmen bescheren werden.“

Der heutige Mittwoch ist der erste Sitzungstag des neuen FDP/ DVP Abgeordneten Rudi Fischer im Landtag von Baden-Württemberg. Fischer rückt für Andreas Glück im Wahlkreis Hechingen-Münsingen nach, der bei der Wahl im Mai ein Mandat im Europäischen Parlament erreicht hat.

Der Vorsitzende der FDP/DVP Fraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, heißt Fischer willkommen: „Der Abgeordnete Fischer passt mit seiner großen Berufserfahrung und seinem langen Engagement für die liberale Sache vor Ort zum Profil der FDP/DVP Fraktion. Er wird die erfolgreiche Arbeit fürs Land aus dem Wahlkreis Hechingen-Münsingen fortsetzen. Wir freuen uns auf die gute Zusammenarbeit und darauf, gemeinsam mit ihm viele Impulse setzen zu können.“

Rudi Fischer sagt zu seinem ersten Sitzungstag: „Es freut mich sehr, dass ich die FDP/DVP Fraktion im Landtag mit meiner Tätigkeit als Abgeordneter unterstützen kann. Im Finanzausschuss bringe ich meine Erfahrung aus der Wirtschaft mit und weiß, dass wir verantwortungsvoll mit den Steuermitteln umgehen müssen, die erst erwirtschaftet werden. Im Ausschuss für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz ist es mir ein wichtiges Anliegen, dass ländliche Regionen in Baden-Württemberg nicht den Anschluss verlieren. Keine Gegend darf vergessen werden. “

Fischer (Jahrgang 1954) arbeitete bis 2018 als gelernter Maschinenbauer und technischer Betriebswirt. Er kandidierte als Zweitkandidat 2016 im Wahlkreis 61 (Hechingen-Münsingen), ist verheiratet und hat drei Kinder.