Antrag auf Einrichtung einer Enquetekommission zur beruflichen Aus- und Weiterbildung in den Landtag eingebracht

– Die Fraktionen von CDU, FDP und den Grünen haben gestern einen gemeinsam Antrag auf Einrichtung einer Enquetekommission in den baden-württembergischen Landtag eingebracht. Dieses Gremium soll sich vertieft mit der Weiterentwicklung der beruflichen Schulen sowie der beruflichen Aus- und Weiterbildung im Land befassen. Die drei Fraktionen vertreten übereinstimmend die Auffassung, dass nur so vorausschauend und gezielt auf die prognostizierten Herausforderungen im Land, wie Fachkräftemangel bei zugleich dynamischen Wandel in Gesellschaft und Arbeitswelt, reagiert werden könne.

Die bildungspolitische Expertin der CDU-Landtagsfraktion Andrea Krueger MdL für die berufliche Bildung verdeutlicht, dass „Leistungsvergleiche wiederholt belegen, dass die beruflichen Schulen im Bundesvergleich Spitze sind. Es gehe darum, die beruflichen Schulen auf diesem sehr hohen Niveau zu halten und fit für die Zukunft zu machen“.Die bildungspolitische Expertin der FDP/DVP-Fraktion, Heiderose Berroth, sagt, es sei ihrer Fraktion ein wichtiges Anliegen, dass sich die Enquête auch mit der dualen beruflichen Ausbildung befasst. Ein Ziel sei es deshalb, die herausragenden Leistungen von Ausbildungsbetrieben und beruflichen Schulen sowie die umfangreichen Herausforderungen zu erheben, vor denen diese zum Beispiel aufgrund der demographischen Entwicklung und des Innovationsbedarfs stehen. „Auch wollen wir den bunten Markt der von unterschiedlichsten Trägern angebotenen Weiterbildungsmöglichkeiten darstellen und Vernetzungen aufzeigen.“ Der bildungspolitische Experte der Grünen für die beruflichen Schulen, Siegfried Lehmann MdL, zeigt sich erfreut, dass „neben der Weiterentwicklung der Aus- und Weiterbildung auch die zielgerichtete Bildungs- und Sprach-förderung mit Blick auf die Integration leistungsschwächerer junger Menschen zum Aufgabenfeld der Enquete gehören wird. Ziel muss es sein, dass lebenslanges Lernen und Weiterbildung zu einem natürlichen Bestandteil der Erwerbsbiographien gehören.“

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