Pressemitteilung

26.November 2009

Schulträger brauchen Flexibilität und notwendigen Handlungsspielraum – Die bildungspolitische Sprecherin der FDP/DVP-Fraktion, Dr. Birgit Arnold, sagte in einer Landtagsdebatte über die neue Werkrealschule unter anderem: „Ich zitiere das Kultusministerium: ‚Schulen müssen flexibel und differenziert auf die veränderten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen reagieren.

Dazu brauchen sie erweiterte Handlungsspielräume. So kann jede Schule die besten Lösungen für die spezifischen Problemstellungen vor Ort realisieren.’ Das sind wunderbare Worte – sie könnten eins zu eins auch von der FDP stammen. Sie sehen, wir sind uns in der Regierungskoalition einig. Woran es – zugegeben – noch etwas hapert, das ist die Umsetzung.Wir reagieren auf geänderte wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Genau das tun wir mit der Einführung der neuen Werkrealschule. Und uns von der FDP/DVP-Fraktion war von Anfang an klar: Die neue Werkrealschule wird nur dann ein Erfolg, wenn wir die Menschen vor Ort mitnehmen. Schulträger und Schulleiter brauchen die nötige Flexibilität, sie brauchen den nötigen Handlungsspielraum. Dann können sie vor Ort ein Bildungsangebot machen, das passt, das akzeptiert und mitgetragen wird. Wir haben deshalb den ursprünglichen Gesetzentwurf des Kultusministeriums in diesem Sinne verändert und halten an unserer Rechtsauffassung mit Nachdruck fest.Wir betonen noch einmal: die Zweizügigkeit der neuen Werkrealschule kann an mehreren Standorten realisiert werden – horizontal und vertikal, auch für die Klassen 8 und 9. Überlassen wir es den Schulen und Schulträgern, wie sie das vor Ort umsetzen. Das Konzept der neuen Werkrealschule ist attraktiv mit seinen Kernelementen – der individuellen Förderung, der frühen und intensiven Berufsorientierung und dem mittleren Bildungsabschluss.Sie, Herr Mappus, haben es treffend formuliert und über diesen Satz haben wir uns gefreut: ‚Wir bringen die mittlere Reife aufs Dorf.’ Genau das ist es. Und das wollen auch die Eltern. Aber es sei mir an dieser Stelle gestattet, wieder zu betonen:Der mittlere Abschluss muss für möglichst viele Schüler der Werkrealschule der Regelabschluss werden. Das bedeutet – wir brauchen in diesem sechsjährigen durchgehenden Bildungsgang eine individuelle Förderung der Schüler von Anfang an,ab Klasse 5 auf das Ziel hin „Mittlere Reife“. Sie wissen jetzt schon, was kommt. Eine Schule gibt es in unserem Land. Sie führt uns das beispielhaft vor – das Schulzentrum Amtzell. Das ist auch der richtige Weg für die neue Werkrealschule.

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