Pressemitteilung

01.Dezember 2009

Neue Werkrealschule wird nur ein Erfolg, wenn wir die Menschen vor Ort mitnehmen – Mit Unverständnis reagierte die bildungspolitische Sprecherin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Birgit Arnold, auf jüngste Äußerungen von Staatssekretär Georg Wacker zur Umsetzung der neuen Werkrealschule. Nach den Worten von Arnold tangiere die neue Werkrealschule alle Kommunen im Land. Schulträger und Schulleitungen bräuchten den nötigen Handlungsspielraum für ein auf die jeweilige Situation passendes Bildungsangebot. Wacker hatte darauf verwiesen, dass das Kultusministerium bei der Umsetzung der Werkrealschule Ausnahmen nur in sehr begrenztem Umfang zulassen würde.

„Diese Reform wird nur dann ein Erfolg, wenn wir die Menschen vor Ort mitnehmen. Wir haben den Rahmen gesetzt – Zweizügigkeit der neuen Werkrealschule, drei Wahlpflichtfächer, mittlerer Bildungsabschluss. Überlassen wir es den Fachleuten vor Ort, wie sie das umsetzen. Wir müssen nicht alles regulieren und bis ins Kleinste vor-schreiben“, sagte Birgit Arnold. Arnold hingegen weist mit Bezug auf die Drucksache 14/5224 darauf hin, das Kul-tusministerium habe vor kurzem selbst festgestellt, dass Schulen erweiterte Hand-lungsspielräume bräuchten, um die besten Lösungen für die spezifischen Problemstellungen vor Ort zu finden. „Die Umsetzung der neuen Werkrealschule ist die Nagelprobe für diese Worte. Wir erwarten, dass man das Ministerium beim Wort nehmen kann und es endlich die politische Sensibilität zeigt, die wir bisher schmerzlich vermisst haben.“ „Ich komme viel im Land herum“, sagte Arnold. Die Stimmung sei alles andere als gut. Es sei endlich an der Zeit, dass das Ministerium seinen formaljuristischen Sockel verlasse und den Auftrag des Gesetzgebers erfülle. Dieser laute: „[Die Werkrealschule] ist grundsätzlich mindestens zweizügig und kann auf mehrere Standorte verteilt sein“.

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