Berroth: Auch bei Erwachsenen Erinnerung an DDR-Diktatur wachhalten

DDR darf nicht verniedlicht und idealisiert werden – Opfer leben auch hier bei uns – Zum Jahrestag des Mauerbaus erklärte die FDP-Abgeordnete Heiderose Berroth, dass die Erinnerung an den Unrechtsstaat DDR nicht nur bei Schülerinnen und Schülern, sondern auch bei Erwachsenen wach gehalten werden müsse. Berroth: „Am 13. August 1961 zementierte die DDR mit dem Mauerbau die deutsche Teilung. Diese Schandmauer hat nicht nur Familien und Freundschaften in Berlin jäh auseinander gerissen, sondern auch Besuche von Deutschen bei Deutschen und den kulturellen Austausch wesentlich erschwert.“

Im Nachklang zur Landtagsdebatte „Erinnerung an die DDR-Diktatur wachhalten“ sagte Berroth, dass auch in Baden-Württemberg heute noch Täter und Opfer der DDR-Diktatur lebten – „die Stasi war leider überall, und die DDR-Opfer und ihre Nachfahren leiden noch heute“. Nach den Worten von Berroth geht es der FDP/DVP-Fraktion nicht in erster Linie um den Blick zurück und um die Frage, wer damals etwas falsch gemacht habe. Berroth: „Unser Blick geht eindeutig nach vorn. Ich will keineswegs dämonisieren, aber es kann nicht ange-hen, dass Menschenfänger wie die Linke als demokratiefähig und wählbar angesehen werden, weil die DDR inzwischen verniedlicht und idealisiert wird.“ Deshalb sollten Schulklassen und Besuchergruppen, die nach Berlin fahren „nicht nur den Bendler-Block, sondern auch die Gedenkstätte Hohenschönhausen besuchen“. Auch müss-ten Ausflüge zur Erinnerungsstätte „Gegen das Vergessen“ in Pforzheim zum regelmäßigen Programm von Schulen und Einrichtungen der Erwachsenenbildung gehören. Weiter sei im Stuttgarter Haus der Geschichte das Thema einer intensiveren Beschäftigung wert. Die FDP-Landtagsabgeordnete appellierte an alle Mitbürgerinnen und Mitbürger über 40: „Jede und jeder von uns hat aus eigenem Erleben in diesem Erinnerungsprozess eine wichtige Aufgabe – und diese sollten wir verantwortlich wahrnehmen.“

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Mitteilung Nr. 305