Berroth: Fanprojekte könnenGewalt im Sport vorbeugen

FDP/DVP-Fraktion sieht Haushaltsmittel gut angelegt – Vereine leisten wertvolle Prävention – In einer von der FDP/DVP-Fraktion beantragten Debatte über „Fanprojekte in Baden-Württemberg“ sprach sich die sportpolitische Sprecherin Heiderose Berroth dafür aus, randalierenden Fans Stadionverbot zu erteilen. „Wer gewalttätig wird, muss die volle Konsequenz des Staates spüren“, sagte Berroth.

Fanprojekte könnten jedoch dazu beitragen, dass „Ultra- und Hooligan-Gruppen keinen Zuwachs bekommen“.Fanprojekte leisten nach den Worten von Berroth wertvolle Jugendsozialarbeit, sind Ansprechpartner und Vermittlungsinstanz, sorgen für Integration und entschärfen Konfliktsituationen – „Fanprojekte beugen gewaltsamen Ausschreitungen vor.“ Berroth: „Diese Projekte ergänzen polizeiliche Einsatzkonzeptionen, dies ist für das Land ein weiterer Grund, hier Geld in die Hand zu nehmen –es lohnt sich.“ Wenn man bedenke, dass in der vergangenen Saison über sechs Millionen Euro an Kosten für Polizeieinsätze entstanden sind, sei Geld für Fanprojekte im Landeshaushalt gut angelegt. Deshalb habe die FDP diese Mittel für 2011 um 60.000 Euro ausgedehnt. Berroth lobte die bestehenden Fanprojekte in Karlsruhe und Mannheim. Sie hoffe, dass Stuttgart bald dazukomme. Zu Gewalttätigkeiten sei es in letzter Zeit allerdings auch in den unteren Ligen wie der Regionalliga Süd gekommen. Sportvereine brächten ebenso einen wertvollen Beitrag zur Gewaltprävention, weil sie Jugendlichen jeglichen Alters und jeder Herkunft die Möglichkeit bieten, sich nach sportlichen Regeln auszutoben. Auch die Fanbeauftragten größerer Fußballvereine leisten nach den Worten der sportpolitischen Sprecherin wichtige Präventionsarbeit.

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Mitteilung Nr. 536