Berroth: Jugendliche direkt in duale Ausbildung bringen

Jugendarbeitslosigkeit in Baden-Württemberg im Mai 2010 bei lediglich 3,5 Prozent – „Unser Ziel ist es nach wie vor, mehr Jugendliche direkt nach dem allgemein bildenden Abschluss in eine Duale Ausbildung zu bringen“, sagte die Obfrau der FDP/DVP-Landtagsfraktion für die Enquetekommission zur Beruflichen Bildung, Heiderose Berroth, anlässlich einer Landtagsdebatte.

Durch das Programm des Wirtschaftsministeriums „Azubi-Transfer“ werde dafür gesorgt, dass kein Auszubildender eines Insolvenzbetriebes auf der Straße steht. Bei der geringen Jugendarbeitslosigkeit von derzeit nur 3,5 Prozent in Baden-Württemberg fehle ihr jedes Verständnis für das Schlechtreden durch die Opposition. „Damit verunsichern Sie völlig ohne Not in unverantwortlicher Weise die jungen Menschen im Land“, so Berroth. „Und ein Rechtsanspruch auf Ausbildung gewährleistet noch lange keine Einlösung desselbigen“, bemerkte Berroth in Bezug auf die Forderung der Opposition. Wichtiger sei, dass die Wirtschaft floriere, damit entsprechende Ausbildungsplätze angeboten werden könnten. Projekte wie „Bildungspartnerschaften mit Migranteneltern“, das vom Justizministerium initiiert wurde, trügen dazu bei, Informationen zu möglichen Berufsausbildungen zielgenau weiterzugeben. Damit werde erreicht, dass viele bisher nicht besetzte Ausbildungsplätze nachvermittelt werden können. Ziel müsse bleiben, den Jugendlichen bereits in den allgemein bildenden Schulen die nötige Ausbildungsreife zu vermitteln. Vollzeitschulische Berufsbildungsgänge wie das Duale Berufskolleg Verzahnung zur Vorbereitung auf eine duale Ausbildung litten vor Ort immer noch an Akzeptanzproblemen und sollten deshalb nicht ausgedehnt werden.

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Mitteilung Nr. 537

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