Pressemitteilung

04.Juni 2020 - Wissenschaft

Steigerung der Attraktivität des Ärzteberufs ist die Kernfrage, nicht Pflichtquote.


Zum Kompromiss der grün-schwarzen Koalition in Baden-Württemberg zur Verbesserung der „Landarztquote“ und der Schaffung von zusätzlichen Studienplätzen mit dem Profil „Landärztliche Hausarztmedizin“ für Medizinstudenten, die nach dem bisherigen Verfahren keinen Medizinstudienplatz bekommen haben, sagte der wissenschaftspolitische Sprecher Stephen Brauer:

„In diesem Bereich wird mit den von der CDU durchgesetzten Verpflichtungsquoten niemand glücklich werden. Nicht die angehenden Medizinerinnen und Mediziner, bei denen zu befürchten ist, dass sie als ‚Ärzte zweiter Klasse‘ angesehen werden, nicht die Menschen im ländlichen Raum, die auf die innere Motivation ihrer Ärztinnen und Ärzte angewiesen sind und nicht diejenigen, die auf eine Steigerung der Attraktivität des Ärzteberufes beispielsweise bei der Vereinbarung von Familie und Beruf schon lange drängen.

Nebenwirkungen werden unter anderem Abgrenzungsprobleme sein, was in Baden-Württemberg überhaupt der Ländliche Raum ist. Mit diesem Vorgehen drückt sich die Landesregierung vor der eigentlichen Lösung des Problems, nämlich die Aufwertung des Ärzteberufes und des Medizinstudiums. Gleichzeitig ist es doch vermessen, jungen Menschen bei Ausbildungsbeginn eine Lebensplanung für zehn Jahre abzuverlangen. Landarztstipendien, wie sie beispielsweise in Schwäbisch Hall vergeben werden, zeigen: Anreiz statt Quote ist der bessere Weg. “

Als PDF Datei herunterladen

Weitere Pressemitteilungen zum Thema

21.10.2020 - Posted in:Wissenschaft

Brauer: Planlose Sprachverhunzung endlich beenden

Landesregierung kultiviert ein generisches Idiotikum. Anlässlich der Beantwortung seines Antrags "Praktikabilität und Prüfungsrelevanz der geschlechtersensiblen Sprache" durch das Staatsministerium sagte…
01.10.2020 - Posted in:Wissenschaft

Weinmann: Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes kann die Versäumnisse von Ministerin Bauer nicht heilen

Kategorie der Rechtmäßigkeit nicht der einzige Gradmesser für das Handeln oder Unterlassen der Ministerin. Zur heutigen Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes in…
17.09.2020 - Posted in:Wissenschaft

Weinmann: Entscheidung des VGH wird auch Entscheidung über die Zukunft von Wissenschaftsministerin Bauer

Gericht kann auf die umfassende Arbeit des Untersuchungsausschusses aufbauen. Zur möglichen Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes in der Frage, ob die frühere…
15.07.2020 - Posted in:Wissenschaft

Weinmann: Einrichtung der Dokumentationsstelle kann nur ersten Schritt darstellen

Ordentliche Anlaufstelle hätte besser an einer Hochschule angesiedelt werden sollen. Zur Ankündigung der Einrichtung einer eigenen Dokumentationsstelle des Landes in…
13.07.2020 - Posted in:Frauen/ Gesundheit/ Wissenschaft

Haußmann: Zurückrudern von Mielich in der Abtreibungsfrage ist positiv

Anreize statt Bestrafungen. Zur gemeinsamen Pressemitteilung des Sozialministeriums und des Wissenschaftsministeriums, wonach nun doch nicht die Bereitschaft zur Durchführung eines…
04.06.2020 - Posted in:Wissenschaft

Brauer: Mit Kompromiss zu Landärzten wird niemand glücklich werden

Steigerung der Attraktivität des Ärzteberufs ist die Kernfrage, nicht Pflichtquote. Zum Kompromiss der grün-schwarzen Koalition in Baden-Württemberg zur Verbesserung der…
12.02.2020 - Posted in:Wissenschaft

Weinmann: Offene Kommunikation zwischen allen Akteuren an den Hochschulen ist für den Lehrbetrieb unerlässlich

FDP-Gesetzesentwurf wurde 2016 abgelehnt. Zur Meldung, dass Wissenschaftsministerin Bauer die Vollverschleierung an den Hochschulen im Land verbieten will, sagte der…
27.11.2019 - Posted in:Wissenschaft

Weinmann und Brauer besuchen Zentrum für Islamische Theologie

Die FDP-Abgeordneten Nico Weinmann und Stephen Brauer haben das Zentrum für Islamische Theologie (ZITh) an der Universität Tübingen besucht. „Nachdem…