Bullinger: Gartenbaubetriebe nicht im Regen stehen lassen

EHEG-Rettungsfonds muss mit EU-Mitteln aufgestockt werden – „Gartenbaubetriebe sollen mindestens die Hälfte ihrer Ertragsausfälle ersetzt be-kommen“, fordert der agrarpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Friedrich Bullinger. Er unterstützt damit eine entsprechende Initiative der FDP-Bundestagsfraktion.

Bullinger: „Am 11. Juli ist der Stichtag für Schadensmeldungen. Wenn die Entschädigungsforderungen an diesem Stichtag so hoch ausfallen, dass nicht alle Gartenbaubetriebe 50 Prozent ihrer Ausfälle ersetzt bekommen können, muss der EHEC-Rettungsfonds mit EU-Mitteln aufgestockt werden. Die Bundesregierung sollte sich auf EU-Ebene dafür einsetzen, dass der Rettungsfonds nicht gedeckelt wird. Landwirte, die einwandfreies Gemüse hergestellt haben, sind durch die offiziellen Verzehrwarnungen geschädigt worden. Wir dürfen diese Landwirte nicht im Regen stehen lassen.“Auch Betriebe, die Rucola und Feldsalat vernichten mussten, sollten nach Ansicht der FDP in die Entschädigungszahlungen mit einbezogen werden. Sie sind wie auch andere Gartenbaubetriebe direkt von den Auswirkungen der EHEC-Epidemie betroffen. Bisher können Schäden an Rucola- und Feldsalat nicht geltend gemacht werden. In Spanien hingegen werden auch Ausfälle bei Zucchini und Paprika berücksichtigt. „Die Einbeziehung von Feldsalat und Rucola sollte bei uns deshalb kein Problem darstellen“, so Dr. Bullinger. In diesem Zusammenhang fordert Bullinger auch die Landesregierung auf, ihren Beitrag zur Aufstockung der EU-Mittel zu leisten und bei der EU vorstellig zu werden.

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Mitteilung Nr. 724