Pressemitteilung

08.Dezember 2014

Der forstpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Friedrich Bullinger, fordert die grün-rote Landesregierung auf, das 2011 geschaffene Anbauverbot für Weihnachtsbaumkulturen auf Grünland zurückzunehmen. „An Weihnachten wollen die Menschen Bäume aus ihrer Region und keine mit Pestiziden gespritzten Importtannen aus Nordeuropa. Das von Grün-Rot 2011 geschaffene Anbauverbot für Weihnachtsbaumkulturen auf Grünland muss daher wieder abgeschafft werden“, sagte Bullinger. Er kritisierte auch die von Grün-Rot wiedereingeführte Genehmigungspflicht für Christbaumkulturen. Bullinger: „Die Befürchtung, die Minister Bonde anscheinend hat, dass ganz Baden-Württemberg zur Weihnachtsbaumplantage umfunktioniert wird, ist schon aufgrund des begrenzten Marktes für dieses Produkt abwegig. Insofern sollte man heimische Waldbauern und mittelständische Baumschulen nicht derart gängeln. Kein anderes Land in Deutschland schreckt Weihnachtsbaumerzeuger mit einer solch ausufernden Bürokratie und Überregulierung ab.“

Bullinger bezieht sich auf Bondes Stellungnahme zu einem FDP-Antrag (siehe Anlage: Drucksache 15/6072) und kritisiert auch dessen mangelnden Überblick über Marktentwicklung und Verbraucherschutz bei Christbäumen: „Der Minister hat weder Erkenntnisse über den Marktanteil heimischer Christbaumerzeuger noch hat er eine klare Haltung zum Informationsgehalt der Vielzahl von Qualitäts- und Nachhaltigkeitssiegeln, die dem Verbraucher beim Baumkauf zur Auswahl stehen. Stattdessen verweise Minister Bonde in seiner Antwort unkritisch auf das einseitige Informationsangebot der Öko-Organisation Robin Wood.“ Bullinger abschließend: „Wenn Grün-Rot der Forstwirtschaft alles verbietet und bürokratisiert, haben wir irgendwann einmal die Situation, dass wir zwar vor der Tür naturnahe Wälder haben, den Christbaum aber aus skandinavischen Monokulturen herbeikarren, unser Bauholz aus Russland beziehen und unsere gute Stube mit osteuropäischen Raubbau-Pellets heizen. Mit Ökologie und Nachhaltigkeit hat das aber nichts mehr zu tun.“

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