Bullinger: Impulse zur Stärkung des ländlichen Raums gibt es nicht

Die Änderung der Förderrichtlinien zum ELR bedeutet für den ländlichen Raum mehr Rückschritt als Fortschritt – Zu der Ankündigung des Landwirtschaftsminister Alexander Bonde, der in seinen Plänen eine starke Förderpolitik für den ländlichen Raum versprach, sagte der Sprecher für den Ländlichen Raum Dr. Friedrich Bullinger:

Zu der Ankündigung des Landwirtschaftsminister Alexander Bonde, der in seinen Plänen eine starke Förderpolitik für den ländlichen Raum versprach, sagte der Sprecher für den Ländlichen Raum Dr. Friedrich Bullinger: „Die angekündigte Förderung von Ortskernsanierungen und Umnutzung leer stehender Gebäude wurde bereits von den vorangegangenen Landesregierungen gefördert und bedeutet wenig Neues.“ Anstelle eines eigenen Landesprogramms zum Wärmeschutz, wäre es besser gewesen, wenn rot-grün im Bundesrat seine Blockade zum Altbausanierungsprogramm des Bundes endlich beenden würde. Dieses Programm hätte eine wesentlich höhere Mittelausstattung. Davon würden Bürger und Umwelt mehr profitieren. Das Land hätte zudem den Vorteil, Mittel einzusparen. Keinerlei Impulse gibt die Landesregierung für den Erhalt und den Ausbau der Infrastruktur im ländlichen Raum. Wenn Minister Bonde erklärt, die Ausweisung neuer Wohngebiete im ländlichen Raum sei nicht mehr zeitgemäß, so verkennt er, dass der ländliche Raum auch weiterhin ein attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum bleiben muss und nicht nur als Rückzugsgebiet für bedrohte Arten angesehen werden darf. Die vorgesehenen 80 Mio. Euro für einen Nationalpark, den die Mehrzahl der Bürger vor Ort ablehnen, wären besser angelegt für Infrastrukturprojekte im ländlichen Raum. Der demographische Wandel bedeutet eine besondere Herausforderung für den gesamten ländlichen Raum. Die Landesregierung ignoriert, dass die Menschen auch dort Anspruch haben auf gleichwertige Lebensbedingungen.

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Mitteilung Nr. 184