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Bullinger: Kühe sind keine Klimakiller

Bericht der Welternährungsorganisation macht Schluss mit Generalverdacht – Der agrarpolitische Sprecher der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Friedrich Bullinger, sieht den Beitrag der Landwirtschaft zum Klimaschutz durch einen aktuellen Bericht der Welternährungsorganisation (FAO) in das richtige Licht gerückt. Nach den Worten Bullingers mussten sich Landwirte mit intensiver Milchviehhaltung bisher den Vorwurf gefallen lassen, dass ihre Kühe mehr Treibhausgase erzeugen, als im Vergleich alle internationalen Transporte zusammen. Bullinger: „Mit diesem Generalverdacht ist jetzt Schluss. Die Landwirte in Deutschland und Europa schaden dem Klima nicht, sie nützen ihm. Kühe sind keine Klimakiller.“

Die FAO hat in ihrer aktuellen Studie verbesserte und differenzierte Zahlen vorge-stellt. Auf rund vier Prozent beziffert die FAO nun den Anteil, den Milchkühe weltweit an der Entstehung von Klimagasen haben. Diese Zahl beinhalte Produktion, Verarbeitung und Transport von Milchprodukten. Über Jahre war ein globaler Wert von 18 Prozent für alle Nutztiere zugrunde gelegt worden, den die FAO erstmals im Jahr 2006 in ihrer Studie „Livestock’s Long Shadow veröffentlicht hatte.„Die Produzenten in Europa schneiden zusammen mit ihren amerikanischen Kollegen nach der neuen Studie nun gut ab“, sagte Bullinger. Dort gebe es bezogen auf die produzierte Milchmenge die geringsten Emissionen. Durch die effiziente und nachhaltige Landwirtschaft hierzulande werde langfristig mehr CO2 gebunden als ausgestoßen. Diese Wirtschaftsform werde durch das Grünlandprogramm der schwarz-gelben Koalition gefördert. „Eine sogenannte Hochleistungs-Kuh produziert je Liter Milch weniger CO2 als eine weniger leistungsfähige Kuh“, sagte der gelernte Landwirt.

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Mitteilung Nr. 524

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