Pressemitteilung

09.Juli 2015

In der Antwort auf eine parlamentarischen Initiative der FDP-Landtagsfraktion berichtet die Landesregierung, dass sich die Zahl der ehrenamtlich Tätigen in der Bewährungshilfe seit ihrer Übergabe an die gemeinnützige Neustart gGmbH von 112 im Jahr 2007 auf 645 im Jahr 2014 erhöht habe. Aus anderen Bundesländern, die die Bewährungshilfe im staatlichen System beließen, sei bekannt, dass in den Jahren 2008 bis 2013 zwischen 5 bis maximal 156 ehrenamtliche Mitarbeiter die Bewährungshilfe unterstützen. Des Weiteren ergibt sich aus dem Bericht der Landesregierung, dass eine staatliche Bewährungshilfe allein im Jahr 2014 2,6 Millionen Euro mehr gekostet hätte. Dazu sagte der rechtpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Prof. Dr. Ulrich Goll:

„Die Qualität der baden-württembergischen Bewährungshilfe in den Händen der gemeinnützigen Neustart gGmbH ist unbestritten. Auch die Landesregierung gibt dies seit ihrem Evaluationsbericht aus dem Jahr 2014 zu. Das von den Liberalen in der letzten Legislaturperiode eingeführte baden-württembergische Modell der Bewährungshilfe ist aber auch eine Erfolgsgeschichte ehrenamtlichen Engagements. In keinem anderen Bundesland übernehmen so viele ehrenamtliche Mitarbeiter wichtige Aufgaben der Bewährungshilfe. Die Bewährungshilfe ist auf diese Weise tief in unserer Bürgergesellschaft verankert. Diese Verwurzelung in der Gesellschaft und natürlich auch ihre Qualität und Effizienz müssen erhalten bleiben. Sie werden jedoch durch die grün-roten Pläne zur Verstaatlichung der Bewährungshilfe gefährdet. Es ist daher höchste Zeit, dass Grün-Rot das ehrenamtliche Engagement nicht nur in Sonntagsreden begrüßt, sondern auch in der praktischen Politik wertschätzt und von der Verstaatlichung ablässt.“

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