Haußmann: Ohne die Feuerwehren wird’s brenzlig

Erweiterung des Führerscheins auf bis zu 7,5 Tonnen-Einsatzfahrzeuge wichtiger Schritt – Der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Jochen Haußmann, begrüßte in einer Landtagsdebatte, dass künftig Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren, der Rettungsdienste, des Technischen Hilfswerks und des Katastrophenschutzes spezielle Fahrberechtigungen für Einsatzfahrzeuge von statt bisher bis 4,75 Tonnen nun bis 7,5 Tonnen Gesamtgewicht erwerben können. „Dies ist ein wichtiger Schritt, da zunehmend jüngere Ehrenamtliche, die nur noch die neue Fahrerlaubnis-Klasse B bekommen, sonst für Einsätze nicht zur Verfügung stehen“, sagte Haußmann.

Nach den Worten von Haußmann ist diese Erweiterung der Fahrerlaubnis eine Anerkennung und ein Ansporn für die über 28000 Feuerwehrjugendlichen im Land. Allerdings gibt Haußmann zu bedenken, dass viele Einsatzfahrzeuge schwerer als 7,5 Tonnen sind. Dies stellt wegen der hohen Kosten für die dafür zugelassenen Führerscheine eine gravierende finanzielle Belastung für die Feuerwehren dar. Hier könnte man einen Schritt weiter gehen und beispielsweise nach dem Vorbild von Österreich für die Feuerwehren und anderen Rettungsdienste nach ihren Bedürfnissen einen eigenen Führerschein schaffen. „Dieser kann den tatsächlichen Anforderungen Rechnung tragen und finanziell für die Feuerwehren und Rettungsdienste einen echten Mehrwert darstellen“, so Haußmann.

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Mitteilung Nr. 872