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Haußmann: Versucht Verkehrsminister Hermann den Filderdialog zu bevormunden?

Ständige Anpreisungen des eigenen Vorschlags wenig hilfreich – zudem weder familienfreundlich und zum Nachteil von Senioren und behinderten Menschen – Zu der Äußerung des Verkehrsministers Hermann, dass im Rahmen des Filderdialogs Abweichungen von der bisherigen Streckenführung zum Flughafen (Anbindung Gäubahn) möglich seien und die beabsichtigte Direktanbindung mit der Mischnutzung der Bestandstrasse „Murks“ sei, sagte der verkehrspolitische Sprecher Jochen Haußmann:

„Von den neuerlichen Äußerungen von Verkehrsminister Hermann bin ich erstaunt. Sie können auch so verstanden werden, dass er Einfluss auf den Verlauf der Beratungen im Rahmen des Filderdialogs nehmen möchte. Warum bringt er ständig seine eigene Vorstellung so vehement ins Spiel? Er will unbedingt die Fernzüge in Vaihingen halten lassen. Die Reisenden müssen dann in die S-Bahn zum Flughafen umsteigen. Er tut so, wie wenn diese Umstiege völlig unproblematisch seien. Da muss der Verkehrsminister schon die ganze Wahrheit auf den Tisch legen. Für Familien mit umfangreichem Reisegepäck, wie es auch bei Flugreisen üblich ist, für bewegungseingeschränkte Senioren und erst recht für behinderte Menschen sind Umstiege alles andere als unproblematisch. Von der Problematik bei Zugverspätungen einmal ganz abgesehen. Ich bleibe deshalb dabei: Bitte einen Wettstreit um die beste Bahnhofslösung am Flughafen. Dann wird der Filderdialog ein echter Erfolg. Der Streckenverlauf und die Anbindung sind aus gutem Grund vertraglich geregelt. Und so hat sich auch der Verkehrsausschuss im Landtag von Baden-Württemberg einhellig geäußert.“

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Mitteilung Nr. 161