Haußmann: Bahn-Fernverkehr Richtung Berlin und Thüringen muss attraktiver gestaltet werden

Zukünftige Umsteigezeit von 40 Minuten in Nürnberg ist nicht zumutbar

Zur Antwort der Landesregierung auf seinen parlamentarischen Antrag „Attraktivität der Schienenverkehrsverbindungen in der Relation Baden-Württemberg – Thüringen/Berlin“ (Landtags-Drucksache 15/7389, siehe Anlage) sagte der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Jochen Haußmann:

„Ich begrüße es, das Verkehrsminister Hermann mit der Deutschen Bahn AG in einem intensiven Dialog für attraktive ICE-Verbindungen steht. Am Ende dieses Prozesses muss eine deutlich verbesserte Fernverkehrsanbindung Baden-Württembergs Richtung Berlin und nach Thüringen stehen. Wenn es allerdings dazu komm t, dass in Zukunft die Umsteigezeit in Nürnberg statt bisher zehn Minuten künftig 40 Minuten beträgt, dann würde das jeder Beschreibung spotten. Es wäre zudem grotesk, die Fahrzeitverkürzung der über zehn Milliarden teuren Neubaustrecke Nürnberg-Berlin beim Umsteigen wieder zu verlieren und auf der teuren Strecke nur einen Zug pro Stunde fahren zu lassen. Der VCD hat in einer Studie gezeigt, wie es besser gehen könnte. Wer einen attraktiven Schienenverkehr will, muss sich hieran orientieren. Die Fahrzeitverkürzung durch die Neubaustrecke Nürnberg – Erfurt – Halle muss durch gute Verbindungen und optimale Anschlüsse auch in Baden-Württemberg ankommen. Deshalb fordert die FDP-Landtagsfraktion eine ICE-Linie Stuttgart – Nürnberg – Berlin, die der wirtschaftlichen Bedeutung Baden-Württembergs und seiner stark steigenden Einwohnerzahl gerecht wird.“

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Mitteilung Nr. 628

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