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Haußmann: Den Filderbahnhof auf gute Gleise setzen

Neue Erkenntnisse für neue Verhandlungen nutzen

In einer Landtagsdebatte über den Antrag der Fraktionen von CDU und FDP mit dem Titel „Haltung der Landesregierung zur Verwirklichung eines ‚Flughafenbahnhofs Plus‘ und über einen aktuell eingereichten Beschlussantrag zur Aufnahme von Verhandlungen über einen verbesserten Filderbahnhof im Rahmen des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm sagte der verkehrspolitische Sprecher Jochen Haußmann:

„Das gerade beendete Erörterungsverfahren zum Filderbahnhof muss der Landesregierung Anlass sein, mit den Projektpartnern in einen konstruktiven Dialog zu treten. Es wurde klar, dass die sogenannte Antragstrasse der Deutschen Bahn AG noch gerade so fahrbar ist. Wer jedoch für zukünftige Zuwächse und Herausforderungen planen und bauen möchte, der muss sich die Engpässe der S-Bahn am derzeitigen Hauptbahnhof Stuttgart vor Augen führen. Was dort vor über 35 Jahren völlig ausreichend war, ist heute mit dem zweigleisigen Bahnhof über die Grenzen belastet. Das sollte sich auf den Fildern nicht wiederholen. Ministerpräsident Kretschmann hat dies selbst im Rahmen des vergangenen Filderdialogs erwähnt, als er eine Mitfinanzierung des Landes nicht gänzlich ausschloss. Leider konnte er sich wie so oft nicht durchsetzen. Er muss jetzt im Interesse des Landes Führungsstärke zeigen und Verkehrsminister Hermann anweisen, über seinen Stuttgart-21-Schatten zu springen. Das Interesse des Landes an einer Verkehrsinfrastruktur der Zukunft mit Wachstumspotenzial für den Regionalverkehr muss Vorrang haben vor der Selbstverwirklichung von Winfried Hermann. Und auch die SPD fordere ich auf, sich nicht in der Koalition unterbuttern zu lassen. Die Antragstrasse ist zwar bau- und fahrbar, aber es wurde deutlich, wie es besser gehen kann. Die Landesregierung kann sich nicht aus der Verantwortung für eine zukunftsorientierte Schieneninfrastruktur am Stuttgarter Flughafen herausnehmen.“

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Mitteilung Nr. 152

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