Haußmann: Lieferprobleme der Züge dürfen nicht auf dem Rücken der Fahrgäste ausgetragen werden

Jochen Haußmann

Vielfältige Beratungsstrukturen tragen offenbar nicht

Im Zusammenhang mit der heutigen Sondersitzung des Verkehrsausschusses des Landtags von Baden-Württemberg sagte der verkehrspolitische Sprecher der FDP/DVP Fraktion, Jochen Haußmann:

„Die bekannt gewordenen Lieferschwierigkeiten der Bahnindustrie sind nicht nur in hohem Maße ärgerlich. Keinesfalls dürfen diese zum Nachteil der Bahnreisenden werden. Wer den Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Verkehr propagiert, hat geradezu eine politische Garantenstellung. Der Vorgang wirft zudem Fragen auf, was die teuren Beratungsleistungen, die das Land einkauft, überhaupt wert sind. Denn aufgefallen sind die Probleme nur durch eigene Versäumnisse und Unzulänglichkeiten des Lieferanten und nicht etwa durch Kontrollmechanismen des Prozessmanagements. Und es holt uns ein altbekanntes Problem ein: Die Neuvergaben der Schienenverkehrsleistungen wurden anfangs vom Verkehrsminister vernachlässigt. Da war wohl der damalige Kampf gegen Stuttgart 21 wichtiger. Es muss jetzt mit allen Mitteln sichergestellt werden, dass die Menschen in passable Züge steigen können und nicht an verwaisten Bahnsteigen stehen. Da helfen dann auch keine Werbekampagnen à la ‚bwegt‘ Baden-Württemberg weiter.“

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Mitteilung Nr. 32/02/2019

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