Hoher: Beim Ministerpräsidenten klaffen Reden und Handeln auseinander

Zahl Berufsschulklassen wurde in der Regierungszeit des Ministerpräsidenten um 800 reduziert

Zur Meldung, dass Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) junge Menschen ermuntert habe, sich für eine Ausbildung zu entscheiden, sagte der Sprecher für berufliche Bildung der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Klaus Hoher:

„Dass der Ministerpräsident für die duale Ausbildung wirbt, ist natürlich erfreulich. Weniger erfreulich ist, dass die Zahl der Klassen an den öffentlichen Berufsschulen in seiner Regierungszeit stark reduziert wurde. Gab es im Schuljahr 2011/12 noch 9.540 Berufsschulklassen mit 195.839 Schülern, so waren es im Schuljahr 2017/18 nur noch 8.740 Klassen mit 186.645 Schülern. Das bedeutet eine Verringerung um 800 Klassen  beziehungsweise um 8,38 Prozent. Demgegenüber verringerte sich die Zahl der Berufsschüler nur um 9194 beziehungsweise um 4,69 Prozent. Das Handeln des Ministerpräsidenten steht also in beunruhigendem Gegensatz zu seinem Reden. Schließlich ist es für die Entscheidung von jungen Menschen nicht unerheblich, ob es überhaupt ein entsprechendes Ausbildungsangebot in erreichbarer Nähe gibt. Wäre dem Ministerpräsidenten die berufliche Bildung wirklich so wichtig, wie er vorgibt, würde er auf  Klassenschließungen in diesem Ausmaß verzichten beziehungsweise die durch die Klassenschließungen freigewordenen Mittel bei den Berufsschulen belassen. Diese könnten damit beispielsweise Zusatzqualifikationen anbieten, die parallel zur Ausbildung angeboten werden – ein weiterer Beitrag zu ihrer Attraktivitätssteigerung.“

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Mitteilung Nr. 36/05/2019

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