Pressemitteilung

10.November 2020
Klaus Hoher

Planwirtschaftliche Vorgaben und fehlende Wertschätzung gefährden die Urproduktion.

 

Zur Meldung, dass Agrarminister Peter Hauk die Bedeutung regional erzeugter Lebensmittel in Zeiten von Corona hervorgehoben hat, erklärte der agrar- und ernährungspolitische Sprecher der FDP/DVP Fraktion, Klaus Hoher:

 

„Wer regionale Lebensmittel will, der muss auch die Arbeit der heimischen Landwirte wertschätzen und Ihnen Zukunftsperspektiven bieten. Das aber verfehlt Grün-Schwarz mit dem in diesem Jahr beschlossenen Gesetz zur Änderung des Naturschutzgesetzes und des Landwirtschafts- und Landeskulturgesetzes komplett. Das Gesetz konterkariert nicht nur die bisherigen freiwilligen Anstrengungen der Landwirte für mehr Artenschutz, etwa durch den integrierten Pflanzenschutz, es gefährdet mit seinen planwirtschaftlichen Zielvorgaben die heimische Urproduktion. Artenschutz ist eine Aufgabe, die nur im Schulterschluss mit der gesamten Gesellschaft gelingen kann und nicht mit einer wissenschaftsfernen Vorgabe zur Pflanzenschutzmittelreduktion. Auch die forcierte Öko-Umstellung wird lediglich einen ruinösen Preiskampf bei Bioprodukten zur Folge haben. Zudem ist die geringe Flächennutzungseffizienz des Ökolandbaus im Vergleich zum konventionellen Anbau ein großes Manko, was ihn damit selbst beim Klimaschutz nicht systematisch überlegen macht.

 

Die heimische Landwirtschaft ist nicht nur mit einer überdimensionalen Aufgabenflut und Bürokratie konfrontiert. Sie wird viel zu oft pauschal an den Pranger gestellt und verunglimpft. Ein Landwirtschaftsminister, der in einen Schlachthof-Skandal verwickelt ist, indem er Vetternwirtschaft betreibt und massive Missstände leugnet, befördert dies. Die 33.200 landwirtschaftlichen Betriebe im Land brauchen echte Wertschätzung und Rahmenbedingungen, die ihnen eine verlässliche Zukunftsperspektive bieten, wenn sie weiterhin für gut gefüllte Lebensmittelregale sorgen sollen.“

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