Pressemitteilung

08.Juni 2021

Freiwilliges Engagement der Lehramtsstudierenden mit ECTS-Punkten honorieren.


Zur heutigen Vorstellung des Unterstützungsangebotes für Schülerinnen und Schüler zum Aufholen von Lernrückständen sagte der schul- und hochschulpolitische Sprecher der FDP/DVP Fraktion, Dr. Timm Kern:

„Die Beteiligung der Lehramtsstudierenden ist beeindruckend, gerade wenn man sieht, welchen Herausforderungen sich diese selbst im nunmehr dritten Onlinesemester an den Hochschulen stellen müssen. Ich halte es für angezeigt, dass man dieses Engagement nicht nur monetär, wie geplant, sondern auch in Form von ECTS-Punkten honorieren könnte. Denn die praktische Lehrleistung, die an den Schulen erbracht wird, bringt den Studierenden neben dem Praxissemester fraglos wertvolle Erfahrungen für den späteren Beruf und sollte idealerweise auch an den Hochschulen begleitet werden.

Die Bedarfe an zusätzlichem Lehrpersonal an den Schulen sind groß, weshalb meine Fraktion und ich schon seit Monaten fordern, dem bayerischen Vorbild zu folgen und die Einstellung von Assistenzlehrkräften zuzulassen. Dass die Studierenden nur im Umkreis ihrer Hochschule zum Einsatz kommen sollen, darf nicht zum Nachteil der Schulen werden. Erhebliche Lernrückstände zeigen sich vermutlich nicht nur im Umfeld der pädagogischen Hochschulen, sondern können landesweit identifiziert werden. Dann muss auch dort die Möglichkeit geschaffen werden, zusätzliche Kräfte an die Schulen zu bekommen, um die Lehrer zu entlasten.

Überfällig erscheint dabei eine landesweite Lernstanderhebung in den Schulen, um die konkreten Lernrückstände zu identifizieren und passgenaue Lösungen bieten zu können. Den Kindergipfel, der wohlgemerkt im Koalitionsvertrag festgeschrieben steht, und auch die Lernstanderhebung nicht zeitnah anzugehen, sondern schlimmstenfalls auf den Sankt-Nimmerleins-Tag zu verschieben, verkennt die zeitliche Brisanz bei der Mammutaufgabe, die Lernrückstände aufzuholen.“

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