Noll: Beharrlichkeit zahlt sich aus

Diamorphin-Konzept des Landes entspricht voll den liberalen Positionen – Der sozialpolitische Sprecher der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Ulrich Noll MdL, zeigte sich hochzufrieden, dass sich liberale Positionen im Konzept der Diamorphin-Substitution im Land Baden-Württemberg durchgesetzt haben. Dabei handelt es um die ärztliche Therapierung von Schwerst-Abhängigen mit synthetisch hergestelltem Heroin. „Beharrlichkeit und langer Atem zahlen sich aus“, so Ulrich Noll, “angesichts des mehr als 14 Jahre währenden Kampfes gegen Widerstände”.

Noll ist überzeugt: Ohne beständiges Werben für das nun von der Landesregierung beschlossene Konzept der landesweiten Substitution mit Diamorphin wäre es nie zu dem Erfolg gekommen. „Bis zuletzt gab es Strömungen, die das Konzept am liebsten verhindert oder zumindest auf die stationären Zentren für Psychiatrie beschränkt hätten“ resümierte Noll.Für den Liberalen war immer klar: „Wir müssen den Problemen und Nöten der Menschen gerecht werden – Hilfe muss dort angeboten werden, wo sie am meisten gebraucht wird, also in den Ballungsräumen des Landes“. Dies sei mit den Standorten Mannheim, Karlsruhe, Freiburg, Heilbronn, Stuttgart, Tübingen/Reutlingen, Singen, Ulm und Ravensburg gelungen. „Für mich war unerlässlich, dass niedergelassene Sucht-Mediziner und freie Träger dieses Konzept umsetzen können“, sagte Noll. Mit der nun gefundenen Lösung sei dies sichergestellt. Bereits begonnene wichtige Modellversuche wie in Karlsruhe könnten somit dauerhaft fortgeführt werden. Noll erinnert in diesem Zusammenhang an den unvergessenen, leider viel zu früh verstorbenen Abgeordneten Horst Glück und “seinen unermüdlichen Einsatz für eine ideologiefreie Suchtpolitik”.

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Mitteilung Nr. 541