Noll: Südwest-Liberale haben Wolfgang Gerhardt besonders ins Herz geschlossen

Früherer FDP-Bundesvorsitzender hat mehr als 40 Jahre Geschichte der FDP mit gestaltet – Der Bundestagsabgeordnete und frühere Bundesvorsitzende der FDP, Dr. Wolfgang Gerhardt, ist der diesjährige Träger der Reinhold-Maier-Medaille. Bei einem Festakt im Neuen Schloss in Stuttgart würdigten der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion Dr. Ulrich Noll, die FDP-Landesvorsitzende Birgit Homburger und der Justizminister und stellvertretende Ministerpräsident Prof. Dr. Ulrich Goll Wolfgang Gerhardt als eine Person, die mehr als 40 Jahre die Geschichte der FDP mit gestaltet habe. Die FDP Baden-Württembergs, die FDP/DVP-Landtagsfraktion und die Reinhold-Maier-Stiftung verleihen jedes Jahr die Reinhold-Maier-Medaille an Persönlichkeiten, die in besonderer Weise dem Liberalismus verpflichtet sind.

In seiner Laudatio skizzierte Ulrich Noll den politischen Werdegang Gerhardts als hessischer Landtagsabgeordneter, Fraktionsvorsitzender, FDP-Landesvorsitzender, Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst, stellvertretender Ministerpräsident, FDP-Bundestagsabgeordneter, FDP-Bundesvorsitzender, Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion. Ulrich Noll: „Sie sind ein Politiker, der für Freiheit und Fairness steht, über einen inneren Kompass verfügt, der ihn befähigt, Politik über Legislaturperioden hinweg zu analysieren, entwerfen, gestalten und umzusetzen. Sie haben sich Offenheit bewahrt für Korrekturen und Veränderungen in der praktischen Politik, gleichwohl haben Sie die großen Linien eines liberalen Politikansatzes bewahrt und weiterentwickelt. Die Südwest-Liberalen haben Sie besonders in ihr Herz geschlossen, so wie es jedes Jahr auf dem FDP-Dreikönigs-Treffen in der Stuttgarter Oper zum Ausdruck kommt. Sie sind jemand, der nicht auf die billige Pointe zielt, sondern grundsätzlich und mit Überzeugungskraft formuliert.“ Wolfgang Gerhard steht nach den Worten von Noll bei den FDP-Mitgliedern in allerhöchstem Ansehen, weil er ein leidenschaftlicher Verfechter des liberalen Anliegens sei: Liberaler Rechtsstaat und Gewährleistung der Bürgerrechte, Bildung als Bürgerrecht, Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit, freiheitliche Wirtschaftsordnung. Dies zusammen sei alles „eine Freiheit“. Birgit Homburger nannte den diesjährigen Träger der Reinhold-Maier-Medaille einen „wahren Freiheitskämpfer, der uns zeigt, dass Marktwirtschaft und Sozialstaat, Eigentum und Gemeinwohl, Freiheit und Sicherheit keine Gegensätze sind, sondern sich ergänzen können und sollen.“ Wolfgang Gerhardt zeichne aus, dass er „nicht nur mit klaren politische Analysen beeindruckt, sondern Lösungen aufzeigt und damit den Bürgerinnen und Bürgern liberale Angebote macht“.Prof. Dr. Ulrich Goll, sagte als Vorsitzender des Verwaltungsrates der Reinhold-Maier-Stiftung: „Wolfgang Gerhardt besitzt Bodenständigkeit und Standhaftigkeit, Ausdauer und Langmut, Urteilskraft und Gewissensbildung. Er schreckt nicht vor unbequemen Wahrheiten zurück und formuliert Kritik auch gegen Widerstände. Die Veranstaltungen der Friedrich-Naumann-Stiftung fördern die Fähigkeit junger Menschen, sich in der Diskussion und dem Diskurs mit anderen eine eigene Meinung zu bilden. Diese Fähigkeit ist unerlässlich, um fremder Meinungsführerschaft zu widerstehen und um sich zu mündigen Staatsbürgern zu entwickeln.“ Wolfgang Gerhardt sagte in seiner Replik mit dem Titel „Auf Kurs bleiben“, dass der Namensgeber der Reinhold-Maier-Medaille unter großen Anstrengungen einen Beitrag für „unser Land“ geleistet habe, um es aus der größten Katastrophe seiner Geschichte heraus zu bringen und ihm eine Zukunft zu ermöglichen. „Seine persönliche Ausprägung hat zugleich auch seine Identität bestimmt. Beheimatet im südwestdeutschen Liberalismus, einer kulturellen Ausprägung von Politik, die mir sehr behagt und der ich mich angehörig fühle. In seinem Geist, mit neuer Kraft, bei neuen Aufgaben sollten wir arbeiten.“ In Deutschland habe sich inzwischen eine übermächtige Kultur der Staatsorientierung entwickelt. „Das Kollektiv wird bevorzugt, viele Entscheidungen von Einzelnen – das Geheimnis des Erfolgs marktwirtschaftlicher Ordnungen, das Ludwig Erhardt so unermüdlich den Deutschen vermitteln wollte – hat nie wirklich tiefen kulturellen Boden gewonnen.“

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