Pressemitteilung

14.März 2013

Mit scharfer Kritik an Äußerungen von Ludwig Theodor Heuss zum Thema sexueller Missbrauch von Kindern reagiert der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke. Der Heuss-Enkel hatte die Verleihung des Theodor-Heuss-Preises an Daniel Cohn-Bendit trotz dessen Bekenntnisses zur Pädophilie aus dem Jahre 1975 mit den Worten verteidigt: „Das betreffe die Vergangenheit.“ Für ihn sei entscheidend, dass es „keine aktuellen Pädophilie-Vorwürfe“ gegen Cohn-Bendit gebe. Rülke hält diese Aussagen von Heuss für ekelerregend und menschenverachtend. „Man kann doch nicht sexuellen Missbrauch von Kindern mit dem Argument rechtfertigen, er sei lange her!“ Heuss verhöhne damit die vielen Opfer aus zurückliegenden Jahrzehnten, die teilweise erst nach langer Zeit den Mut gefunden hatten, sich zu offenbaren. „Theodor Heuss würde sich für einen solchen Enkel schämen“, so Rülke.
Niemand, der auch nur einen Funken Anstand im Leib habe, könne einer solchen Preisverleihung beiwohnen. Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, habe das einzig Richtige getan und seine Teilnahme an einer derartigen Veranstaltung abgesagt.

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